Social-Media-Newsroom mit WordPress

Wir haben hier einen Vor­schlag, wie man mit einem WordPress-Plugin auf sei­nem Blog eine Art „Social-Media-Newsroom“ prä­sen­tie­ren kann. Genauer gesagt han­delt es sich um Fol­gen­des: Es wird eine gra­fisch anspre­chende, sich selbst aktua­li­sie­rende Zusam­men­stel­lung aller Ein­träge gebo­ten, die in fest defi­nier­ten Kanä­len sozia­ler Netz­werke ver­öf­fent­licht wer­den; chro­no­lo­gisch geord­net und mit Vor­an­sicht von Bil­dern und Text­an­rei­ßern; ergänzt durch Links zu den dar­ge­stell­ten Quellen.

Ein­fa­cher gesagt: Es gibt kaum eine bes­sere Mög­lich­keit, sich in kür­zes­ter Zeit einen oberflächlich-optischen Ein­druck zu ver­schaf­fen, wel­che Kanäle es gibt und was dort prä­sen­tiert wird. Mehr ist es nicht, aber auch nicht weni­ger. Es könnte also auf einer Web­site als Hub funk­tio­nie­ren: Nut­ze­rIn­nen ent­de­cken neue Angebote.

Wir haben jetzt test­weise zwei News­rooms mit unter­schied­li­chen Quel­len zusammengestellt:

Social Media Newsroom mit WordPress

Con­ti­nue rea­ding „Social-Media-Newsroom mit Word­Press“

Social-Media-Newsroom mit WordPress

Argentinische Präsidentin Kirchner twittert über Morales in Wien #snowden

Heute konnte man am frü­hen Mor­gen ein Lehr­stück ver­fol­gen, wie Twit­ter inzwi­schen zur Kom­mu­ni­ka­tion selbst im hoch­bri­san­ten diplomatisch-politischen Bereich ein­ge­setzt wird. Aber lesen Sie selbst: 20 Tweets der argen­ti­ni­schen Staats­prä­si­den­tin Chris­tina Kirch­ner in deut­scher Spra­che über den Zwangs­auf­ent­halt des boli­via­ni­schen Prä­si­den­ten Evo Mora­les auf dem Flug­ha­fen in Wien.
Con­ti­nue rea­ding „Argen­ti­ni­sche Prä­si­den­tin Kirch­ner twit­tert über Mora­les in Wien #snow­den“

Argentinische Präsidentin Kirchner twittert über Morales in Wien #snowden

Infografik: Das Social-Media-Menü für Restaurants

Für unse­ren lang­jäh­ri­gen Kun­den Restaurant-Kritik.de haben wir eine Info­gra­fik pro­du­ziert. Es geht um das Thema Social Media für Restaurants.

Face­book, Twit­ter, Google+ usw. und natür­lich Restaurant-Kritik.de bie­ten für die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Gäs­ten und Gas­tro­no­men viele Chan­cen. Aber wo ver­öf­fent­li­chen Restau­rants am bes­ten wel­che Inhalte und warum? Wo wer­den Fotos prä­sen­tiert, wo erhält man faire Gäs­tem­ei­nun­gen, wie kann man neue Mit­ar­bei­ter fin­den oder Events bewer­ben? Auf diese spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen der Gas­tro­no­mie im deutsch­spra­chi­gen Web hat unsere Info­gra­fik über­sicht­li­che Ant­wor­ten. Wel­che Platt­form was am bes­ten leis­tet — das wird in 10 anre­gen­den Gän­gen vorgestellt.

Die Gra­fik gibt es in Ori­gi­nal­größe hier.

Social-Media-Menü für Restaurants
Social-Media-Menü für Restaurants

Danke an Rozana Vran­de­cic für die Gestal­tung der Gra­fik.

Infografik: Das Social-Media-Menü für Restaurants

Mit der EnBW in den Sozialen Netzwerken: Nummer 1

Das EnBW-LogoDie Ener­gie­wende steht aktu­ell auf der Dis­kus­si­ons­agenda der poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Öffent­lich­kei­ten ziem­lich weit vorne. Die davon direkt betrof­fe­nen Unter­neh­men, die Ener­gie­ver­sor­ger (EVUs), fin­den sich par­al­lel dazu gleich­falls in einer Umbruchs­si­tua­tion wie­der. Der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­darf der Bran­che ist infol­ge­des­sen hoch. Fun­da­men­tale Ent­schei­dun­gen müs­sen erklärt, neue Geschäfts­mo­delle kom­mu­ni­ziert und Zusam­men­hänge erläu­tert wer­den — ins­be­son­dere in den Sozia­len Netzwerken.

Seit Ende 2009 bin ich für den dritt­größs­ten deut­schen Ener­gie­ver­sor­ger, die Ener­gie Baden-Württemberg AG (EnBW) im Bereich Social Media tätig. Es begann mit der Betreu­ung einer Kam­pa­gne zum Thema Ener­gie­ef­fi­zi­enz („Weni­ger Ver­brauch geht auch“), in des­sen Rah­men ich ein Blog zum Thema führte sowie ent­spre­chende Kanäle bei Face­book und Twit­ter betreute. Das war der Anfang und mit dem Ende der Kam­pa­gne im Herbst 2010 ging es dann erst rich­tig los. Seit­dem habe ich am Auf­bau von Dialog-Kanälen bei Face­book (EnBW, Elek­tro­nau­ten), Twit­ter (@Enbw), YouTube (youtube.com/enbw) und Google+ (google.com/+enbw) mit­ge­wirkt und diese inten­siv ope­ra­tiv betreut. Zusam­men mit den Ver­ant­wort­li­chen im Unter­neh­men sowie exter­nen Agen­tu­ren haben wir viele inno­va­tive Aktio­nen umge­setzt, zukunfts­ori­en­tierte The­men bespielt und durch­aus auch kri­ti­sche Kun­den­dia­loge geführt.
Con­ti­nue rea­ding „Mit der EnBW in den Sozia­len Netz­wer­ken: Num­mer 1″

Mit der EnBW in den Sozialen Netzwerken: Nummer 1

Videos twittern mit Vine: Instagram auf Speed

Twit­ter hat letzte Woche ver­kün­det, man habe einen Video­dienst mit dem Namen Vine gestar­tet und voll­stän­dig in Twit­ter inte­griert. Vine ist eine sepa­rate App, mit der man auf dem Smart­phone Kurz­vi­deos anfer­tigt und ver­öf­fent­licht. Ein Vine-Videos dau­ert exakt sechs Sekun­den und wird in einer End­los­schleife prä­sen­tiert. Fazit nach ein paar Tests: Das For­mat ist noch limi­tiert in den Mög­lich­kei­ten, hat aber mei­nes Erach­tens Potenzial.

Sechs Sekun­den Bil­der­rausch
Wer Videos schnei­det, kann sicher aus eige­ner Erfah­rung bestä­ti­gen, wie lang eine ein­zelne Sekunde zuwei­len sein kann. Es lässt sich über­ra­schend viel Infor­ma­tion in einer sol­chen Video­se­kunde unter­brin­gen — als beweg­tes Bild mit deut­li­chem Ton.

Tech­nisch betrach­tet besteht eine Video­se­kunde aus irgend­was zwi­schen 100 bis 200 Hal­bil­dern — in Abhän­gig­keit von der Bild­wie­der­hol­fre­quenz des Moni­tors. Gute Geräte lie­gen bei 100 Hz. Theo­re­tisch kann man also mndens­tens 50 Motive in eine Sekunde packen, wobei die dann unter­halb der Wahr­neh­mungs­grenze lie­gen. Umge­rech­net auf ein Vine-Video wären das also 300 Ein­stel­lun­gen. Dann aller­dings müsste man ein Video erstel­len, indem man 300 Mal auf das Smart­phone tappt, denn Vine-Videos ent­ste­hen via Fin­ger­tipp inner­halb der App.

So ent­steht ein Vine-Video

  • App (aktu­ell nur für iOS, Android kommt) kos­ten­los laden.
  • Mit Twit­ter­ac­count registrieren.
  • Man kann nur Videos nut­zen, die inner­halb der App ange­fer­tigt werden.
  • Kame­ra­funk­tion:
    • Qua­dra­ti­sches Bild
    • Berüh­ren des Bild­schirm = Bild– und Ton­auf­nahme star­tet bzw wird fortgesetzt
    • Los­las­sen des Bild­schirms = Kamera stoppt Aufnahme
    • Man kann die Video­auf­nahme so lange star­ten und stop­pen, bis die sechs Sekun­den voll sind, was durch einen grü­nen Fort­schritts­bal­ken ange­zeigt wird.
    • Die Video­auf­nahme kann nicht nach­träg­lich bear­bei­tet wer­den. Bei einer miss­lun­ge­nen Sequenz löscht man die Auf­nahme kom­plett und fer­tigt eine neue an.
    • Der Loop wird auto­ma­tisch erstellt.
  • Ver­öf­fent­li­chen
    • Nach Fer­tig­stel­lung wird dem Vine ein Titel ver­passt und der Ver­brei­tungs­ka­nal aus­ge­wählt. Zur Ver­fü­gung ste­hen: Vine, Twit­ter, Facebook.
    • Auf Twit­ter und Face­book wer­den Links zu dem Video ange­zeigt und das Video selbst wir vor­an­ge­zeigt – eine Funk­tion, die Twit­ter vor kur­zem dem Dienst Ins­ta­gram ent­zo­gen hat, YouTube und Vimeo jedoch noch immer gewährt.
    • Vine-Videos von Drit­ten, die nicht get­wit­tert wur­den, kön­nen nicht wei­ter­ver­teilt wer­den. Man fin­det auch den Link nicht, weil der Dienst aus­schließ­lich via App bedient wird. Das soll aber nach­ge­reicht werden.
    • Inner­halb von Vine kann, wie von Ins­ta­gram bekannt, geli­ked und kom­men­tiert wer­den. Vine ist also eine Com­mu­nity für sich.
  • Gut funk­tio­niert der Account­wech­sel (siehe Screen rechts). Durch die tiefe Inte­gra­tion in Twit­ter wer­den nach Logout die vor­han­de­nen Twit­ter­kon­ten ange­zeigt und sind in Vine aus­wähl­bar. Initial braucht es drei, vier Tabs, um ein Pro­fil ein­zu­rich­ten, danach ist das eine Sekundensache.

Letzte Woche hat Twit­ter bekannt gege­ben, man habe Vine voll­stän­dig inte­griert. In einem Blog­post am glei­chen Tag teilte Vine-Gründer Dom Hoff­mann mit, sein Video­dienst sei mit dem heu­ti­gen Tag gestar­tet und außer­dem von Twit­ter auf­ge­kauft wor­den. Dass Twit­ter in Video­con­tent ein­steigt, ver­mu­tete Tech­Crunch schon im Okto­ber, rät­selte aber noch wohin die Reise geht. Das wird jetzt klarer.

Man kann sich fra­gen, warum Twit­ter ent­schie­den hat, die Video­an­wen­dung inner­halb einer selbst­stän­di­gen App lau­fen zu las­sen, anstatt die Funk­tion in der Twitter-App selbst anzu­bie­ten. Viel­leicht rech­net man sich bes­sere Ver­mark­tungs­chan­cen aus …

Noch feh­len bei Vine ziem­lich viele wün­schens­werte Funk­tio­nen, zB. bereits gedrehte Schnis­pel „rein­zu­ho­len“, die Auf­nahme nach­träg­lich wie bei Ins­ta­gramm zu bear­bei­ten usw. Ob das For­mat das Zeug hat zu fas­zi­nie­ren, muss man noch abwarten.

Twit­ter ver­sucht sich jeden­falls real­tiv vor­sich­tig dem Thema „Video­bot­schaft“ anzu­nä­hern. Zu Recht, denn ein Video hat eine viel grö­ßere kom­mu­ni­ka­tive Kraft als ein sim­ples Foto oder gar ein Text. Die bewegte Kom­bi­na­tion aus Bild und Ton es nach wie vor unschlag­bar auf dem Gebiet der emo­tio­na­len Sog­wir­kung. Apro­pos Ton: nicht umsonst schal­tet Vine bei allen Vor­an­sich­ten außer­halb der App den Ton vor­sichts­hal­ber ab. Sound­loops mit schril­len Umge­bungs­ge­räu­schen ner­ven schnell.

Video-Loop: bekannte Mus­ter und neue Möglichkeiten

Ich war anfangs sehr skep­tisch und dachte: Oh, noch eine unlustig-banale Animated-Gif-Schleuder? Ich lag mei­len­weit dane­ben, denn wir sehen auf Vine doku­men­ta­ri­sche Bil­der in schnel­ler Abfolge. Unge­fil­tert, roh, so wie es die Kamera in der exak­ten Situa­tion her­gibt. Mit Blen­den­nach­zü­gen, Bewe­gungs­un­schär­fen, Fokus­sie­run­gen, allem drum und dran. Der Schnitt fin­det mit der Kamera selbst statt, unwi­der­ruf­lich. Ände­run­gen sind nicht mög­lich, nicht am Bild, nicht am Ton. Vor­be­rei­tete Sequen­zen las­sen sich nicht integrieren.

Ins­ta­gram auf Speed
Die Loop-Funktion ermög­licht es, die Länge der Video-Sequenzen stark zu ver­kür­zen. Es wird ja sowieso alles auto­ma­tisch wie­der­holt und rasant prä­sen­tierte Infor­ma­tio­nen las­sen sich viel­leicht nicht bei ers­ten Anschauen auf Anhieb voll­stän­dig erfas­sen, aber locker beim zwei­ten, drit­ten, vier­ten Mal ent­zif­fern. Es kön­nen als Video­mo­tive, die durch das qua­dra­ti­sche For­mat an Ins­ta­gram erin­nern, in einer Länge von Sekun­den­bruch­tei­len prä­sen­tiert wer­den. Das wirkt etwas hel­tisch, aber wer will schon langweilen …

Vine ist ein­fach und radi­kal limitiert.

Stop-Motion reloa­ded
Walt Dis­ney brachte die Trick­film­tech­nik des Stop-Motion zum Durch­bruch als ernst­hafte Mög­lich­keit, Fan­ta­sie­wel­ten jeg­li­chen Aus­ma­ßes als beweg­tes Bild zu prä­sen­tie­ren. Motiv arran­gie­ren, kurze Auf­nahme, Motiv ver­än­dern, kurze Auf­nahme, Motiv erneute ver­än­dern usw — das ist Stop-Motion.

Die Funk­tion der Vine-App lädt gera­dezu dazu ein, kleine Stop-Motion-Videos zu erstel­len. Denn anders als die ein­ge­baute Kamera-App, kann eine Video­auf­nahme bei Vine belie­big oft unter­bro­chen und fort­ge­setzt wer­den. Nur wenn der Fin­ger auf der Kame­ra­bild­flä­che liegt, läuft die Kamera. Ansons­ten stoppt sie. In der Zeit wird das Motiv ver­än­dert und der Stop-Motion-Effekt stellt sich ein — sechs Sekun­den lang.

Stop-Motion-Vines gibt es inzwi­schen reich­lich. Im Grunde han­delt es sich um als Video­schleife gezeigte Instragram-Fotos — aller­dings ohne Fil­ter. Über­zeugt mich nicht so ganz.

Schon bes­ser finde ich Bewe­gung im Bild, die dann eben schnell geschnit­ten wer­den. Dass das auch schon bei gro­ßen Accounts ankommt, hier ein Bei­spiel des Fuß­ball­ver­eins AS Rome

In wie viele Frames lässt sich ein Vine-Video auflösen?

Offen­bar doch einige. Wenn ich mir die­ses hier anschaue: Das könn­ten ca. 50 Kar­ten sein …

http://vine.co/v/bJFawjZEIZM

Hier zwei Vines von mir, die viel­leicht illus­trie­ren, was da gehen könnte

Fazit
Vine ist tief in Twit­ter inte­grier­ter Video­dienst mit eige­ner App. Damit las­sen sich 6-Sekunden-Videos auf­neh­men, in der Kamera schnei­den und ver­öf­fent­li­chen. Die Hand­ha­bung von Vine ist sim­pel, aller­dings mit redu­zier­ten Funk­tio­nen. Inhalt­lich muss das For­mat noch aus der etwas infan­ti­len Stop-Motion-Ecke raus …

Videos twittern mit Vine: Instagram auf Speed