Eine Grafik verbreitet sich auf Facebook

Wie kann man die Ver­brei­tung eines Ein­trags bei Face­book erhö­hen? Diese Frage stel­len sich viele Online-Redaktionen, die pro­fes­sio­nell auf Face­book arbei­ten. Wir reden hier über sich selbst auf­bau­ende Reich­weite, eben über die beson­dere Dyna­mik der Ver­brei­tungs­me­cha­nis­men sozia­ler Netz­werke: Freund erzählt Freun­din erzählt Freund erzählt.

Es gibt bei der inhalt­li­chen Gestal­tung eines Ein­trags unter­schied­li­che Tech­ni­ken, rhe­to­ri­scher und gestal­te­ri­scher Natur, um eine lawi­nen­ar­tige Ver­brei­tung aus­zu­lö­sen oder zumin­dest wird ver­sucht, diese wahr­schein­li­cher zu machen. Eine letzte Sicher­heit gibt es nicht, denn man kann nicht vor­her­sa­gen, ob ein Bei­trag wirk­lich zündet.

Wie es funk­tio­nie­ren kann, in klei­nem Maß­stab, und was genau pas­siert, das kön­nen wir an die­sem Bei­spiel für die Face­book­seite der SPD Baden-Württemberg zei­gen.
Con­ti­nue rea­ding „Eine Gra­fik ver­brei­tet sich auf Face­book“

Eine Grafik verbreitet sich auf Facebook

Infografik: Das Social-Media-Menü für Restaurants

Für unse­ren lang­jäh­ri­gen Kun­den Restaurant-Kritik.de haben wir eine Info­gra­fik pro­du­ziert. Es geht um das Thema Social Media für Restaurants.

Face­book, Twit­ter, Google+ usw. und natür­lich Restaurant-Kritik.de bie­ten für die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Gäs­ten und Gas­tro­no­men viele Chan­cen. Aber wo ver­öf­fent­li­chen Restau­rants am bes­ten wel­che Inhalte und warum? Wo wer­den Fotos prä­sen­tiert, wo erhält man faire Gäs­tem­ei­nun­gen, wie kann man neue Mit­ar­bei­ter fin­den oder Events bewer­ben? Auf diese spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen der Gas­tro­no­mie im deutsch­spra­chi­gen Web hat unsere Info­gra­fik über­sicht­li­che Ant­wor­ten. Wel­che Platt­form was am bes­ten leis­tet — das wird in 10 anre­gen­den Gän­gen vorgestellt.

Die Gra­fik gibt es in Ori­gi­nal­größe hier.

Social-Media-Menü für Restaurants
Social-Media-Menü für Restaurants

Danke an Rozana Vran­de­cic für die Gestal­tung der Gra­fik.

Infografik: Das Social-Media-Menü für Restaurants

Branchentreff der aufstrebenden Kreativwirtschaft

Die Medien– und Wer­be­wirt­schaft der Region ist leben­dig wie nie. Einen Ein­druck konnte man sich davon ges­tern im Haus der Wirt­schaft ver­schaf­fen. Beim 6. Medi­en­tag prä­sen­tier­ten sich Wer­be­agen­tu­ren, Ver­lage und Internetdienstleister.

Fast 50 Unter­neh­men aus der regio­na­len Medi­en­wirt­schaft prä­sen­tier­ten sich ges­tern beim 6. Stutt­gar­ter Medi­en­tag im Haus der Wirt­schaft mit klei­nen Mes­se­stän­den und Vor­trä­gen. Bis zum frü­hen Nach­mit­tag hat­ten sich bei freiem Ein­tritt schon etwa 1.000 Besu­cher von der Aus­sicht anlo­cken las­sen, einen Über­blick über hier ansäs­sige Ver­lage, Wer­be­agen­tu­ren, Multimedia-Dienstleister und ein­schlä­gige Bil­dungs­ein­rich­tun­gen zu erhal­ten. Genutzt haben das vor allem junge Leute, die in der attrak­ti­ven Bran­che Fuß fas­sen wol­len, wie zum Bei­spiel eine Gruppe jun­ger Frauen, die an einer pri­va­ten Schule Medi­en­ma­nage­ment ler­nen. Sie woll­ten „poten­zi­elle Arbeit­ge­ber“ ken­nen ler­nen oder ein­fach nur „Vit­amin B tanken“.

Bei­den Ansät­zen konnte man ges­tern mit etwas Geschick erfolg­reich nach­ge­hen. Denn wie schon in den Vor­jah­ren setz­ten die Aus­stel­ler mehr­heit­lich dar­auf, sich als attrak­tive Arbeit­ge­ber zu prä­sen­tie­ren. Die Auf­trags­lage ist vor allem bei den Agen­tu­ren sehr gut, die IT-Dienstleistungen anbie­ten. Fach­kräfte wer­den daher gesucht, wie Frank Meier berich­tete, Geschäfts­füh­rer der Web-Agentur FUF, die für die LBBW oder das Design Cen­ter tätig ist. Vor allem an Pro­gram­mie­rern man­gelt es, denn seit Ende 2006 inves­tie­ren die Unter­neh­men wie­der ver­stärkt in das Inter­net, unter ande­rem für interne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zesse. Neue Kun­den erwar­tete Meier aller­dings nicht von dem Stand mit wei­ßen Sty­ro­por­qua­dern und oran­gem Tep­pich­bo­den in dem über­sicht­lich gestal­te­ten Saal. Höchs­tens ein paar Prak­ti­kan­ten werde man fin­den. Spe­zia­li­sierte Dienst­leis­ter wie das auf indi­vi­du­el­len Ser­vice aus­ge­rich­tete Unter­neh­men Apfel­werk rech­ne­ten sich aber grö­ßere Chan­cen aus. Vor allem die Krea­ti­ven nutz­ten die schi­cken Com­pu­ter des US-Herstellers Apple, meinte Mit­in­ha­ber Tho­mas Kem­mer und war daher zuver­sicht­lich, wie im Vor­jahr ein paar wert­volle Kon­takte knüp­fen zu können.

Diese rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung zwi­schen Per­so­nal­mar­ke­ting und Kon­takt­pflege teilte auch Chris­tian List von der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur Sitibi, der den Medi­en­tag in die­sem Jahr in neuer Rolle orga­ni­siert hat. Dass es über­haupt noch geklappt hat, nach­dem die Ver­an­stal­tung mit der Auf­lö­sung des städ­ti­schen Medi­en­teams im Früh­jahr unter die Räder zu kom­men drohte, ist wohl im Wesent­li­chen sei­ner per­sön­li­chen Initia­tive zu ver­dan­ken. Erst im Juli hatte der Kul­tur­aus­schuss 30.000 Euro zur Durch­füh­rung frei­ge­ge­ben, sehr wenig Zeit um Lists Vision eines regio­na­len Bran­chen­treffs umzu­set­zen. Das nun erreichte sei daher höchs­tens ein wenn auch hoff­nungs­vol­ler Beginn. „Wir sind auf einem guten Weg,“ sagte List. Aller­dings habe man auf poli­ti­scher Ebene die Bedeu­tung noch nicht ganz erkannt. Er ver­wies auf die 70.000 Arbeits­plätze, die die Bran­che in der Region zähle. In Mün­chen sei man da wei­ter. Die dor­tige Medi­en­messe werde mit Mil­lio­nen­be­trä­gen vom Land geför­dert und habe sich zu einem hoch­ka­rä­ti­gen Event entwickelt.

Dass die Region einen sol­chen Bran­chen­treff braucht, ist die feste Über­zeu­gung von Joa­chim Fischer von der Agen­tur brand affairs. Fischer hat den Medi­en­tag vor Jah­ren mit aus der Taufe geho­ben und war für den ges­tern par­al­lel statt­fin­den Kon­gress ver­ant­wort­lich, der sich in Vor­trä­gen mit den Chan­cen und Risi­ken der neu ent­stan­de­nen und sehr erfolg­rei­chen Internet-Communities befasste. „Die hie­sige Bran­che hat einen ganz ande­ren öffent­li­chen Stel­len­wert ver­dient,“ sagte Fischer. Die schnell aber ordent­lich zusam­men­ge­stellte Ver­an­stal­tung sah er als gelun­ge­nen Auf­takt für ein grö­ße­res For­mat im nächs­ten Jahr. Auch Kul­tur­bür­ger­meis­te­rin Susanne Eisen­mann, die am Mit­tag die Messe eröff­nete, sprach von einem „bedeu­ten­den Bran­chen­treff“ und erklärte die Bereit­schaft der Stadt, die Krea­tiv­wirt­schaft in der Zukunft wei­ter zu unter­stüt­zen. Der Medi­en­tag scheint sich end­gül­tig im Kalen­der zu etablieren.

[Der Arti­kel ist am 1. Novem­ber 2007 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]

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