Interview als Gastronomie-Experte bei RTL Extra: Warenunterschiebung und Betrug in der Gastronomie

Extra - Das RTL MagazinAm Mon­tag, den 24. Februar um 22.15 Uhr, werde ich als Gas­tro­no­mie­ex­perte in dem Reportage-Format Extra — das RTL-Magazin mit einem Inter­view auf­tre­ten. Thema des dort ver­öf­fent­lich­ten Berich­tes: Waren­un­ter­schie­bung und Betrug in der Gas­tro­no­mie. Ich bin in der Sen­dung in mei­ner Eigen­schaft als Chef­re­dak­teur von Restaurant-Kritik.de zu sehen. Um was geht es bei die­sem Thema? Hier ein paar Informationen.

Dirk Baranek bei RTL

Betrug in der Gas­tro­no­mie: Wor­auf sollte man als Gast achten?

Als nor­ma­ler Gast begibt man sich bei einem Restau­rant­be­such in ein beson­de­res Ver­trau­ens­ver­hält­nis. Man will das bekom­men, was man bestellt hat und nicht irgend­et­was ande­res, was viel­leicht ähn­lich aus­sieht oder so schmeckt. Man will nicht für etwas bezah­len, was man dann nicht bekommt. Das ist eigent­lich eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, man sollte gar nicht dar­über reden müs­sen. Aber es kommt eben immer wie­der vor, das Gas­tro­no­men, natür­lich vor allem aus finan­zi­el­len Erwä­gun­gen, der­ar­tige Tricks anwen­den und ihre Gäste ver­su­chen hin­ters Licht zu füh­ren. Pro­blem: Man kann sich nur mit erheb­li­chem Fach­wis­sen davor schüt­zen, denn selbst aus­ge­wie­sene Lebens­mit­tel­tech­no­lo­gen sind enorm gefor­dert, wenn fal­scher Käse oder Bil­lig­fisch unter­ge­scho­ben wird.
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Interview als Gastronomie-Experte bei RTL Extra: Warenunterschiebung und Betrug in der Gastronomie

Video mit iPhone aufnehmen, schneiden und verbreiten …

Das fol­gende Video ist ein klei­nes, spon­ta­nes Expe­ri­ment in Rich­tung mobile Video­tech­nik: Alles, was man unten sieht, habe ich mit iPhone auf­ge­nom­men und auch dar­auf geschnitten.

Das kam so: Am letz­ten Mon­tag hatte ich Gele­gen­heit, im Restau­rant Gold­berg in Fell­bach an einer Wein­probe teil­zu­neh­men. Das Wein­gut Frank J Hal­ler aus Stuttgart-Sommerrain stellte sich vor. Wie bei sol­chen Prä­sen­ta­tio­nen üblich, kann man meh­rere Weine des jewei­li­gen Wein­gu­tes ver­kos­ten und mit dem Win­zer per­sön­lich spre­chen. Bei­des haben wir aus­gie­big genutzt. Da die Stim­mung so locker war, fand sich Frank J Hal­ler bereit, ein klei­nes Inter­view in das iPhone zu sprechen.

Zu dem Ergeb­nis fol­gende Anmer­kun­gen: Ich hätte das Mate­rial, die Fotos und das Inter­view, auch auf den Rech­ner spie­len kön­nen, um dar­auf den End­schnitt vor­zu­neh­men. Aber ich wollte ein­mal die App iMo­vie auf dem iPhone aus­pro­bie­ren, hatte ich bis­her noch nicht genutzt. Das Video damit zu schnei­den und auf YouTube zu expor­tie­ren, wie es hier zu sehen ist, hat etwa ein­ein­halb Stun­den gedau­ert. Geht sicher noch etwas schnel­ler, wenn man die App detail­liert kennt. Die Musik ist übri­gens Teil der App und kann daher mit Lizenz genutzt wer­den. Die Arbeit damit ist eigent­lich gar nicht so fri­cke­lig, wie ich ange­nom­men hatte, aller­dings musste ich ein biss­chen trick­sen: Ich habe beim Inter­view­teil die ein­zel­nen Takes mit der Trimm­funk­tion der Foto-App auf dem iPhone vor­ge­schnit­ten, in iMo­vie impor­tiert und das Fein­tu­ning gemacht. Grund: Ein­ge­baute Sze­nen las­sen sich offen­bar nach­träg­lich nicht mehr trim­men, immer nur am Ende. Muss ich noch­mal anschauen, bin mir nicht sicher, ob ein Bedien­feh­ler mei­ner­seits vorlag.

Fazit: Bild– und Ton­qua­li­tät sind trotz erschwer­ter Bedin­gun­gen — maues Licht und eini­ges an Umge­bungs­ge­räu­schen — von ordent­li­cher Qua­li­tät. Das Schnitt­pro­gramm ist schon ziem­lich klasse …

Video mit iPhone aufnehmen, schneiden und verbreiten …

Genuss fängt vor dem Essen an

140 Aus­stel­ler prä­sen­tier­ten sich am Wochen­ende auf der Messe Lust auf Genuss. Dass kuli­na­ri­sche Freu­den nicht unbe­dingt nur etwas mit hoch­wer­ti­gen Lebens­mit­teln zu tun hat, zeigte sich auch bei der Aus­wahl der ange­bo­tene Produkte. 

Genuss ist mehr als die kennt­nis­rei­che Aus­wahl der rich­ti­gen Zuta­ten und hängt offen­bar wesent­lich mit der Qua­li­tät der Werk­zeuge zusam­men, mit denen diese ver­ar­bei­tet wer­den. Die­sen Ein­druck konnte man jeden­falls am Wochen­ende auf der Messe Lust auf Genuss gewin­nen. Min­des­tens ein Drit­tel der Aus­stel­ler boten nicht etwa kuli­na­ri­sche Köst­lich­kei­ten an, son­dern ver­such­ten die zahl­rei­chen Besu­cher für Küchen, Koch­ge­schirr, Edel­stahl­mes­ser, Schneid­bret­ter mit Abfall­lade oder Plas­tik­be­hält­nisse zu inter­es­sie­ren.
Con­ti­nue rea­ding „Genuss fängt vor dem Essen an“

Genuss fängt vor dem Essen an

Genuss mit allen Sinnen auf der kulinart

6.000 Besu­cher haben sich auf der kuli­n­art am Wochen­ende der Sin­nen­freude hingegeben

Die „Messe für Genuss & Stil“ fand am Wochen­ende zum vier­ten Mal im Römer­kas­tell statt. Wäh­rend die eine Hälfte der Aus­stel­ler hoch­wer­tige Deli­ka­tes­sen anbot, konn­ten sich die Besu­cher bei der ande­ren über Dekor oder auch Tabak informieren. 

Unsere Welt soll genieß­ba­rer wer­den und schö­ner. Über­all. Selbst in die Dre­cke­cken dringt der Wille vor, aus allem ein sinn­li­ches Ver­gnü­gen zu machen. Dabei hel­fen zum Bei­spiel die Putz­lap­pen, die die zwei Damen der Firma Hab+Seligkeiten aus Ker­nen vor­stell­ten. Die mit Desi­gn­mo­ti­ven bedruck­ten Schwamm­tü­cher sehen wirk­lich nicht nach Abwasch und Fens­ter­put­zen aus, son­dern eher nach Muse­ums­shop. Aber den Kun­den scheint es mehr um posi­tive Gefühle zu gehen, denn um Ästhe­tik. „Am bes­ten ver­kau­fen wir das Tuch mit dem Herz drauf,“ sagte Elke Kurz, die die Idee vor zwei Jah­ren ent­wi­ckelte und sich über Zuspruch auf der Genuss­messe kuli­n­art nicht bekla­gen kann. Offen­bar haben die Damen wie die ande­ren 70 Aus­stel­ler, die sich am Wochen­ende in der Pho­en­ix­halle des Römer­kas­tells prä­sen­tier­ten, bei der vier­ten Aus­gabe der „Messe für Genuss und Stil“ ihre Kli­en­tel gefunden.

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Genuss mit allen Sinnen auf der kulinart

Ein willkommener Hauch von Urlaubsgefühl

Die drei Stutt­gar­ter Stadt­s­trände erfreuen sich trotz Wet­ter­ka­prio­len gro­ßer Beliebt­heit. Wirte sind mit Aus­las­tung zufrieden.

Ein paar Ton­nen Sand auf einer Frei­luft­flä­che mög­lichst am Was­ser, dazu Lie­ge­stühle, Son­nen­schirme, kühle und Getränke und eine leichte Küche — fer­tig ist der Stadt­strand. An drei Stand­or­ten kann man inzwi­schen den klei­nen Traum vom ewi­gen Strand­ur­laub erle­ben. Die Aus­las­tung ist gut, auch wenn der Som­mer ist die­sem Jahr eher durch­wach­sen ist.

Es ist der Traum von Daheim­ge­blie­be­nen aber auch all der­je­ni­gen, die aus dem wohl­ver­dien­ten Bade­ur­laub zurück in den Arbeits­all­tag kata­pul­tiert wur­den: Die ent­spannte Gefühls­mi­schung von Sonne, Sand und küh­len Drinks gleich um die Ecke stän­dig zur Ver­fü­gung zu haben. Sol­che Glücks­mo­mente auf Abruf anzu­bie­ten, schrei­ben sich in deut­schen Groß– und Klein­städ­ten immer mehr gas­tro­no­mi­sche Ein­rich­tun­gen auf die Fahne. Das Kon­zept ist eigent­lich rela­tiv sim­pel: Man ver­teile ein paar Ton­nen Sand auf einer Frei­luft­flä­che, mög­lichst am Was­ser, stelle dar­auf Mobi­liar, das man nor­ma­ler­weise an Bade­strän­den fin­det, und biete dazu kühle Drinks und eine leichte, nicht zu kom­pli­zierte Küche. In Stutt­gart gibt es inzwi­schen drei Orte, die sich in die­sem Metier versuchen.

Ibiza-Feeling für die Partypeople

Schon seit 2004 dabei ist der Sky Beach auf dem Dach des Kauf­hau­ses Gale­ria Kauf­hof in der Königs­straße. Nach­dem man den eher tris­ten Zugang durch den Hin­ter­ein­gang des Kauf­hau­ses und den leicht abge­nutzt wir­ken­den Auf­zü­gen hin­ter sich gebracht hat, erwar­tet den Besu­cher eine weit­läu­fige Flä­che, die mit einem fei­nem wei­ßen Sand und mit Holz­ter­ras­sen gestal­tet ist. „Das sind 120 Ton­nen so genann­ter Fidschi-Sand,“ sagt Geschäfts­füh­rer Lothar Mül­ler. Von den 150 Lie­ge­stüh­len und einem guten Dut­zend bettähn­li­cher Lager­stät­ten aus ist der nahezu unver­stellte Blick auf den Tal­kes­sel atem­be­rau­bend. Man fühlt sich dem Him­mel nah und kann die Abwe­sen­heit von spie­geln­den Was­ser­flä­chen schmerz­los ver­kraf­ten. „Stutt­gart ist nicht Ham­burg, wo es an jeder Ecke Was­ser gibt,“ sagt Mül­ler. Dafür zeige sich hier das unver­wech­sel­bare Flair der Stadt und auch nachts sei das Pan­orama mit den vie­len Lich­tern sehr attrak­tiv. Die Sai­son sei bis­her gut ver­lau­fen, trotz der Wet­ter­ka­prio­len. Es sei eben ein typi­scher deut­scher Som­mer, mit all sei­nen Hochs und Tiefs, meint Mül­ler. Die Beschal­lung mit elek­tro­ni­scher Musik ist recht auf­dring­lich und ver­weist auf die Beliebt­heit des Sky Beach bei einem jün­ge­ren Publi­kum, das sich etwas von der Atmo­sphäre auf der bei Tech­no­jün­gern so belieb­ten Par­ty­in­sel Ibiza schnup­pern möchte. Vor allem abends ist es rap­pel­voll, wenn sich etwa 500 Gäste auf der Flä­che tum­meln. Die neh­men dann Cock­tails für je sie­ben Euro und dazu einen der diver­sen Flamm­ku­chen (6,80 Euro). Geöff­net ist der Sky Beach von 11 bis 1 Uhr. Zwei Spe­zi­al­tipps: Immer Sonn­tags gibt es Brunch mit warm-kalten Buf­fet. Ganz beson­ders wer­den außer­dem die Voll­mond­nächte gefei­ert. Wenn dann der blei­che Erd­tra­bant seine Bahn über den Kes­sel zieht, tre­ten bekann­tere DJs und sogar Feu­er­schlu­cker auf. Heute ist übri­gens Vollmond…

Hoch über dem Fluss

Ein etwas ande­res Publi­kum zieht es an den Neckar in den Cann­stat­ter Stadt­strand. Auf dem hohen Ufer über der Bun­des­was­ser­straße, umge­ben von einer gan­zen Reihe von öffent­li­chen Spiel­an­la­gen, las­sen sich Fami­lien aus der Nach­bar­schaft, erschöpfte Besu­cher der direkt gegen­über lie­gen­den Wil­helma und Grup­pen von Rad­wan­de­rern nie­der, die eine Pause machen von der Tour auf dem Fahr­rad­uf­er­weg. Auch hier gibt es natür­lich eine ganze Reihe der unver­meid­li­chen Lie­ge­stühle aus Holz und Stoff sowie ein paar Tisch-Bank-Kombinationen Marke Bier­gar­ten. Der Sand kit­zelt recht grob zwi­schen den blan­ken Zehen. „Das ist Fluss­sand aus Mann­heim,“ sagt Inha­ber Alex­an­der Scholz, der mit der bis­he­ri­gen Sai­son recht zufrie­den ist. 300 bis 400 Gäste fin­den sich an einem nor­ma­len Tag ein. Das Was­ser ist zwar einen Stein­wurf weg und Baden darf man sowieso nicht, aber durch den alten Baum­be­stand gibt es viel Grün und dazu unbe­schwer­ten Aus­lauf für den Nach­wuchs. Der kann klet­tern, rut­schen oder Beach­vol­ley­ball spie­len. Essen und Trin­ken kann man recht güns­tig und die selbst gemach­ten Ham­bur­ger sind für um die drei Euro ein ech­ter Tipp. Geöff­net ist der Stadt­strand täg­lich von 12 bis 23 Uhr. 

Kin­der­pa­ra­dies am See

Ganz neu dabei ist der Stand­ort May-Eyth-See. Auf der sich in den See schie­ben­den Land­zunge wur­den vor vier Wochen an dem Kiosk MaxS meh­rere Ton­nen recht fei­ner Sand direkt am Ufer ver­teilt. Woher der kommt, konn­ten die bei­den Betriebs­lei­te­rin­nen San­dra Spran­ger und Edel­gard Hamann nicht mehr sagen. Da das Publi­kum fast nur aus Fami­lien besteht, ist das Ganze fast eine rie­sige Bud­del­kiste gewor­den. Am Wochen­ende tum­meln sich da manch­mal bis zu 50 Kin­der, die auch nach den von den Betrei­bern aus­ge­leg­ten klei­nen Schät­zen suchen. „Wir ver­ste­cken die aber nur ober­fläch­lich unter dem Sand, sonst wür­den die uns das kom­plett umgra­ben,“ sagt San­dra Spran­ger lächelnd. Auf Musik­be­schal­lung muss man ganz ver­zich­ten, denn auf Grund des Natur­schutz dür­fen die hier sie­deln­den Vögel nicht gestört wer­den. Auf den 25 blau-weiß-gestreiften Lie­ge­stüh­len hat man aller­dings wirk­lich das Gefühl, an einem Strand zu sit­zen, denn die Was­ser­flä­che ist nur einen Schritt ent­fernt. Baden ist nicht zu emp­feh­len, denn noch ist das See­was­ser trübe und eine Begeg­nung mit den Hob­by­ka­pi­tä­nen der Segel– und Tret­boote ist sicher­lich nicht ange­nehm. In der ange­schlos­se­nen Selbst­be­die­nungs­gas­tro­no­mie, die wie das ganze Gelände von einer gemein­nüt­zi­gen Gesell­schaft zur beruf­li­chen Ein­glie­de­rung von ALG-2-Empfängern betrie­ben wird, fin­det man som­mer­li­che Freibad-Klassiker: Rote Wurst, Pom­mes, Apfel­schorle. Aller­dings ist jetzt auch eine Cock­tail­bar im Ange­bot, wenn nicht gerade mal wie­der die Belas­tung mit Wes­pen zu hoch ist. Geöff­net ist abends auch nur bis 21 Uhr, wes­halb sich das hier wohl eher nicht zum Hot­spot für fei­er­wü­ti­ges Publi­kum ent­wi­ckeln dürfte.

Fazit

Eins ist klar: Die Strände sind sehr beliebt. Pro­bleme mit der Aus­las­tung hat kei­ner der Betrei­ber, es sei denn das Wet­ter spielt total ver­rückt. Aber dage­gen ist natür­lich nie­mand gefeit, der Frei­luft­gas­tro betreibt.

[Arti­kel für den Lokal­teil der Stutt­gar­ter Zeitung]

Ein willkommener Hauch von Urlaubsgefühl